Regionale 15/ E-Werk Freiburg /Lebensversicherung

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Kunstlabor im E-Werk Freiburg
kuratiert von Marcel Oettrich und Yvonne Ziegler

Wir alle versichern uns des Lebens, unseres eigenen und auch
dessen der jeweils anderen. Wir sichern und lassen versichern.
Aber wir fühlen das nicht immer. Kunst ist eine Form von Lebensversicherung:
an Grenzen gehen, Kontrollverlust zulassen, Innenwelten
schaffen, Spannung aushalten, Glaubensstärke erfahren,
Zerbrechlichkeit wahrnehmen, Müll abladen oder Schreien. Hemmungslos.



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Eröffnungsspektakel
Donnerstag, 27.11.2014, 20 Uhr
mit Deklamationen und Performances
von Laut & Lyrik, Mirjam Spoolder
und Jung-Yeun Jang/Christian Schoch


Kuratorenführung durch die Ausstellung
Sonntag, 7.12.2014, 14.30 Uhr
Sonntag, 14.12.2014, 17.00 Uhr
ohne Anmeldung, Eintritt frei, Treffpunkt E-Werk Foyer

Bustouren zur Regionale 15
Sonntag, 14.12.2014 nach Basel
Sonntag, 21.12.2014 nach Straßburg
Infos und Karten: www.regionale.org, www.reservix.de

Öffnungszeiten
Do, Fr, Sa: 18:00–21:00 Uhr, So: 15:00–20:00 Uhr, Eintritt frei
An den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr ist die Ausstellung geschlossen.
E-Werk Freiburg, Eschholzstr. 77, 79106 Freiburg, T +49 (0)761 20 75 70
www.ewerk-freiburg.de

Morinonaka

Morinonaka-Trailer from Emi miyoshi on Vimeo.

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An diesem Wochenende, Samstag, den 11. Oktober und Sonntag, den 12. Oktober
von 11 bis 18 Uhr, ist unser Atelier in der Kartäuserstrasse 64a in Freiburg für Euch geöffnet.

Wir freuen uns über Euren Besuch!

Lieber Gruß
Holger Bleyhl
Jürgen Oschwald

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Das prekäre Leben der Dinge

Jürgen Oschwald im Freiburger Kunstraum Foth.

Autor: Dietrich Roeschmann
Badische Zeitung, Kultur, 24.09.2014

Vor ein paar Jahren zeigte die Freiburger Galerie Post neue Arbeiten von Jürgen Oschwald. Die Vernissage war gut besucht, das Buffet reichhaltig – ein perfekter Abend. Bis auf den Umstand, dass nach der Party eine Skulptur fehlte. Statt dieses kleinen Holzobjekts mit gelben Borsten, das ein bisschen aussah wie der Comicvogel Woody Woodpecker im arte-povera-Look, gähnte auf dem Sockel eine große Leere. Nach drei Tagen tauchte das Objekt wieder auf – jemand hatte es in den Briefkasten der Galerie geworfen.

Heute, sechs Jahre später, steht das niedliche Ding azwischen Hunderten anderer Objekte auf dem Boden im Kunstraum Foth und hat alle Mühe, sich ohne Sockel gegen die Masse konkurrierender Gegenstände zu behaupten. Für den Woodpecker-Dieb von 2008 wäre das eine gute Gelegenheit, es noch einmal zu versuchen – diesmal ganz legal und ohne schlechtes Gewissen.

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Im Meer der Dinge: Holzobjekt mit Borsten, Foto: Jürgen Rösch, Freiburg

„Jeder nimmt sich was er brauchen kann“ heißt die Soloschau, die Jürgen Oschwald derzeit bei Markus Foth zeigt. In schöner Ordnung liegen hier Werkzeuge am Boden, Boule-Kugeln und Farbtuben, ein Tischstaubsauger, alte Playboy-Hefte, ein defektes Leuchtschild und so weiter. Der Titel ist Programm: Wer hier etwas entdeckt, was ihm gefällt – die hübsche Designerlampe aus den Fünfzigern zum Beispiel oder das Stuhlgestell aus Oschwalds letzter Performance im Freiburger Kunstverein –, der darf es mitnehmen. Gratis. Nach und nach, so die Idee, wird sich das Bild der Ausstellung durch den Zugriff des Publikums verändern. Doch schon beim Betreten des Galerieraumes wird klar, dass das nicht die einzige Option dieser Schau ist. Oschwalds Versuchsanordnung wirft grundsätzlichere Fragen auf – über unser Verhältnis zu Eigentum, über den Wert der Dinge, oder auch über die Durchlässigkeit der Grenzen zwischen Kunst und Alltag.

Alle Gegenstände stammen hier aus dem persönlichen Besitz von Jürgen Oschwald. Man kann das als Selbstporträt lesen – der Künstler und seine gescheiterten Objektbeziehungen –, aber auch als Geschichte der Dinge selbst: Irgendwann treten sie ins Leben und begleiten einen durch den Alltag – weil sie nützlich sind oder schön, oder weil Erinnerungen an ihnen hängen. Später dann rutschen sie langsam aus dem Blickfeld, finden sich im Keller wieder, und irgendwann stellt sich die Frage: Wann ist ein Ding reif zu gehen? Wenn es keine Funktion mehr hat? Wenn die Erinnerung, die sich mit ihm verbindet, stark genug ist, um auch ohne Objekt zu überleben? Wenn sich das Gefühl einstellt, dass seine Anwesenheit mehr einschränkt als ermöglicht?

Jürgen Oschwald hat sich die Zeit genommen, Antworten auf diese Fragen zu finden, und reicht jetzt weiter, was für ihn weg kann. Indem er das Schicksal seiner Dinge jedoch den Ausstellungsbesuchern überlässt, speist er sie nicht nur in einen neuen Kreislauf ein, sondern gibt zugleich die Kontrolle über seine Bodenarbeit aus der Hand. Was wird übrig bleiben, wenn die Gäste gegangen sind? Wird der Schnäppchenjägerinstinkt über ihren Respekt siegen und Schneisen der Verwüstung in die Installation schlagen? Oschwald, der sich mit seinen Arbeiten – sei es als Maler oder Bildhauer – schon immer gerne auf dem schmalen Grat zwischen Gelingen und Scheitern bewegt, ist selbst gespannt. Er will den Auflösungsprozess seiner Schau fotografisch dokumentieren. Am Ende wird man auf diesen Bildern dann auch sehen können, ob Woody Woodpecker – bei Galerie Post noch für 400 Euro gehandelt – den Sturz vom Sockel der Kunst ins Meer der abgelegten Dinge überlebt hat. Er könnte seinem neuen Besitzer viel über das prekäre Dasein als Kunstwerk erzählen.

— Jürgen Oschwald: Jeder nimmt sich, was er brauchen kann. Kunstraum Foth, Barbarastr.10, Freiburg, Mi-Fr 16-19h, bis 21.11.

Jeder nimmt sich was er brauchen kann

Jürgen Oschwald 19.09. – 21.11.2014
„JEDER NIMMT SICH WAS ER BRAUCHEN KANN“
KUNSTRAUM FOTH


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BARBARASTR. 4
79106 FREIBURG
ÖFFNUNGSZEITEN: MITTWOCH – FREITAG, 16:00 – 19:00 UHR
PREVIEW/NOCTURNE: 19.09., 18:00 UHR, Vernissage: 20.09., 19:00 Uhr
FINISSAGE/PERFORMANCE: 21.11., 19:00 UHR, www.artww.de, TEL.: 0761/218 18 82


Jürgen Oschwald wird im Kunstraum Forth persönliche Dinge aus seinem Alltag in den vorderen Galerieraum einbringen, sie dort lagern, mit ihnen arbeiten, sie arrangieren und zu guter Letzt dem Kunstraumbesucher zur Verfügug stellen. Die „Oschwald Dinge“ besetzten den Raum und werden ihn anschliessend, auf welche Art auch immer, verlassen. Jeder nimmt sich was er brauchen kann.
Im hinteren Teil des Kunstraum Foth werden aktuelle Arbeiten, Objekte und Malerei des Künstlers zu sehen sein.


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Tresore gestapelt

Annette Hoffmann, „Der Sonntag“, 6. April 2014

Freiburger JÜRGEN OSCHWALD erhält Förderpreis für Bildhauer
Ausstellung in Staufen: KASSENSTURZ


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Foto: Jürgen Rösch, Freiburg

Wenn Banken Kassensturz machen, wissen sie,wo sie stehen.Wenn der Freiburger Künstler Jürgen Oschwald Kassensturz macht, verändert er dieWege und Betriebsabläufe der Sparkasse in Staufen.
Ist das Design, kann das weg?
Manchmalmuss man nur einen Schritt zur Seite treten, damit einem das Vertraute fremd wird. Die Begrünung an Straßenbefestigungen, die Standardisierungen in Supermärkten, Leitsysteme, so ausgeklügeltwie auf Flughäfen, um eine Flasche Milch zu besorgen.
Banken wie eine Sparkasse sind auch solche Orte. Muss ihre Inneneinrichtung doch ein gewisses Maß an Solidität ausstrahlen – denn Hand aufs Herz, würde man ihnen andernfalls sein Geld anvertrauen? – und muss doch der Service gleichzeitig so effizient und so persönlich wie möglich sein.

Jürgen Oschwald ist ein Künstler, der solche Räume wie eben eine Sparkasse gerne mal ganz anders organisiert. Der Schreibpulte und Geldautomaten als Skulpturen wahrnimmt. Und dann sieht man plötzlich, dass die Bewegungen, die diese Funktionen vorgeben, von eher stotternder Eleganz sind, dass der Abfallbehälter viel zu tief angebracht ist, der Aufdruck viel zu groß und was sollte man hier auch schon wegschmeißen außer vielleicht einem falsch ausgefüllten Überweisungsschein?
Banken übersetzen etwas derart Symbolisches und häufig Unsichtbares wie Geld in Handlungen wie Überweisen, Abheben, Sparen, Investieren; Kunst steht für sich. In seiner Ausstellung „Kassensturz“, die im Rahmen der Verleihung des „Förderpreises für junge Bildhauer“ durch die Sparkasse Staufen-Breisach und die Stiftung Kurt Lehmann stattfindet, hat der 45-Jährige mit allem gearbeitet, was nicht fest verschraubt war, es neu arrangiert, gestapelt, zusammen oder auch mal weggestellt und die Sparkasse als Ausstellungsort für bereits bestehende Skulpturen und Bilder genutzt.
– Design für die Musik- und Clubszene –
Jürgen Oschwald ist in Freiburg ein Künstler mit großer Präsenz.
Selbst wenn man noch nie in einer seiner Ausstellungen war, ist man wahrscheinlich an einer seiner Arbeiten vorbeigekommen. Als Grafiker hat er vor allem der Musik- und Clubszene ihr charakteristisches Design gegeben. Wenn Rainer Trüby der Sound von Root down ist, dann haben Jürgen Oschwalds Plakate mit ihrer Mischung aus Retro und Sex der Reihe ihr wiedererkennbares Erscheinungsbild gegeben.

In der Sparkasse Staufen hat man durchaus Erfahrung mit Kunst. Nach Klaus Merkel ist Jürgen Oschwald der zweite Künstler, der mit dem mit 5000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet wird, und man verwaltet den Nachlass des Staufener Bildhauers Kurt Lehmann. Seine Skulptur „Der Hirte“ ist nun Teil eines Ensembles von Jürgen Oschwald, das die Kinderecke der Bank übernommen hat und einen Tisch als Sockel für ein auf dem Kopf stehendes Regal zweckentfremdet. Zwei Regalbretter unterteilen das Fach in drei Dreiecke, darüber steht eine kleine Holzskulptur Oschwalds. Das sieht ein bisschen aus, als sei ein Werk von Constantin Brancusi in die Gegenwart übertragen worden. Und zugleich ironisiert es die Tendenz zeitgenössischer Künstler, für ihre Arbeiten gleich die Ausstellungsdisplays mitzuliefern.

WeißeWandflächen, an denen ansonsten Kunstdrucke aufgehängt werden, bilden aneinander gelehnt nun eine geschwungene Linie, die sich an den überdachten Arbeitswaben entlangzieht. Und zumindest bei den drei übereinander gestapelten Tresoren gibt es kein Vorbeikommen. Ganz oben steht noch ein kleiner Mülleimer, dessen Aufdruck „Abfall“ man zwar nicht als kapitalismuskritischen Kommentar lesen muss. Aber dennoch nimmt er diesen vertrauenswürdigen Möbeln einiges von ihrer Bedeutung.
Zu seinen Arbeiten hat Jürgen Oschwald häufig ein eher unsentimentales Verhältnis. Viele seiner Werke zerlegt er später wieder in ihre – nicht selten gefundenen – Einzelteile. Vor einiger Zeit hat er angefangen zu malen. Farbe ist in seinen Bildern nicht nur Ausdrucksmittel, sondern auch Träger für kleine Holzblöcke. Neues entsteht, wenn sich Altes auflöst, aber seine Strukturen sichtbar bleiben.


JÜRGEN OSCHWALD,
Kassensturz,
Sparkasse Staufen-Breisach,
Münstertälerstrasse 2, Staufen.
Montag 8.30 bis 12.30 Uhr, 14 bis
18 Uhr, Dienstag, Mittwoch, Freitag,
8.30 bis 12.30 Uhr, 14 bis 17
Uhr, Donnerstag, 8.30 bis 12.30
Uhr, 14 bis 19 Uhr. Bis zum 30. Mai.

Preis der Stiftung Kurt Lehmann und der Sparkasse Staufen-Breisach

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Die Vergabe des Preis der Stiftung Kurt Lehmann und der Sparkasse Staufen-Breisach erfolgt zum 2. Mal im Rahmen der allgemeinen Kunstförderung und Förderung von Nachwuchskünstlern aus der Region.

Preisträger ist der Bildhauer Jürgen Oschwald aus Freiburg.
Er erhält den Preis als „Förderpreis für Junge Bildhauer“.
Preisvergabe und Eröffnung der Ausstellung Jürgen Oschwald „Kassensturz“ ist am Freitag, den 4. April 2014 um 19 Uhr in der Kundenhalle der Sparkasse in Staufen.

Einführende Worte spricht Professor Klaus Merkel, Kunstakademie Münster

Öffnungszeiten:
Mo 8.30–12.30 Uhr u. 14.00–18.00 Uhr
Di, Mi u. Fr 8.30–12.30 Uhr u. 14.00–17.00 Uhr
Do 8.30–12.30 Uhr u. 14.00–19.00 Uhr

Sparkasse Staufem-Breisach
Münstertälerstraße 2, 79219 Staufen, Tel. 07633 812-7777
Dauer der Ausstellung 7. April bis 30. Mai 2014
Foto: Jürgen Rösch, Freiburg




Vitra Haus Weil am Rhein

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Arbeiten von Oschwald
im VITRA HAUS Weil am Rhein!

Ein echter Oschwald, dazu sind noch 3 Holz-Gummi Objekte
und eine weitere gerahmte Papierarbeit (100 x 70 cm) zu sehen.
Hinfahren, Anschauen, 365 Tage im Jahr.

VitraHaus
Das VitraHaus, gebaut von Herzog & de Meuron, ist Vitras Flagshipstore und das Zuhause der Vitra Home Collection. Hier erleben Sie anhand von Möbelarrangements in unterschiedlichen Stilrichtungen die grossen Klassiker von Vitra und die neusten Entwürfe zeitgenössischer Designer. So können Sie sich für die Einrichtung Ihres Zuhauses inspirieren lassen, den eigenen Designgeschmack erkunden und vor Ort Möbel und Objekte ausprobieren, bestellen und kaufen. Geniessen Sie den Ausblick im Loft und begeben Sie sich von dort aus auf eine Entdeckungstour: Nebst dem auf vier Stockwerke verteilten Showroom erwarten Sie im Erdgeschoss der Shop, das Lounge Chair Atelier und das Café.
Kontakt & Öffnungszeiten:
Ray-Eames-Str. 1
D-79576 Weil am Rhein
+49 (0)7621 702 3500
vitrahaus@vitra.com
Mo-So: 10-18 Uhr

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ZUSTAND

ZUSTAND

Arbeiten von

Holger Bleyhl
Linus Kasimir Götz
Jürgen Oschwald
Florian Thate

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Eröffnungsabend:
Freitag, den 07. Februar 2014, 19 Uhr
 
Öffnungszeiten: 
Samstag, 08. Februar, 14 bis 19 Uhr
Sonntag, 09. Februar, 14 bis 19 Uhr
 
Atelier 
Kartäuserstr. 64 a
79102 Freiburg


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